Windrad_Juni
Studio Carsten Costard Fotografie

Das Corona-Jahr 2020: "Bei allem Abstandsgebot sind wir inhaltlich zusammengerückt!"Geschäftsbericht

Will man das Jahr 2020 beschreiben - sei es in wirtschaftlicher, politischer oder gesellschaftlicher Sicht - spielt die Corona-Pandemie eine zentrale Rolle. Auch auf das regionale Handwerk hatte diese weltweite Pandemie starken Einfluss. Wir standen Herausforderungen gegenüber, denen sich unsere Unternehmen, deren Kunden und auch die Handwerkskammer stellen mussten. Neue Lösungen mussten her, sei es Homeoffice oder die digitale Durchführung von Lehrgängen in der Berufsbildung, Meisterqualifikation und Weiterbildung. Ein ständiger Austausch mit Teilnehmern zählte dazu, ebenso wie tagesaktuelle Corona-Informationen für die Betriebe.

Dabei präsentierte sich das Handwerk als stabiler Wirtschaftszweig und kam - auch im Vergleich zur Gesamtwirtschaft - gut durch das Jahr 2020. Nicht, weil wir eine virenfreie Sonderkonjunkturzone für das Handwerk eingerichtet haben, sondern weil wir schnell und flexibel auf neue Rahmenbedingungen reagiert haben. Letztendlich waren es nur 9 Prozent aller Handwerksbetriebe im Kammerbezirk, die im Herbst 2020 über eine Verschlechterung der Wirtschaftslage informierten. Das Handwerk hat sich als krisenfest erwiesen, auch wenn die Bilanz in den verschiedenen Branchen sehr unterschiedlich ausfiel. Besonders betroffen waren die Dienstleistungsberufe mit direkten Kontakten zwischen Handwerk und Kunde, also die Friseure oder Kosmetiker. Auf der anderen Seite gab das Bau- und Ausbaugewerbe mit 96 Prozent die beste Geschäftslagebeurteilung ab.

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