Zahlen, Daten, Fakten
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Das Handwerk an Rhein, Mosel, Nahe und AhrZahlen, Daten, Fakten

Die Beurteilung der wirtschaftlichen Entwicklung des Handwerks und das Aufspüren nachhaltiger Trends setzt eine solide und umfassende Datenbasis voraus.

Wir bieten Ihnen Daten zur Handwerkskammer Koblenz und zum Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz.

Mit seiner mittelständischen Prägung stellt das rheinland-pfälzische Handwerk eine wichtige Basis für die Marktwirtschaft und einen funktionierenden Wettbewerb dar. Die Handwerksbetriebe stellen individuelle und qualitativ hochwertige Produkte her und erbringen Dienstleistungen für die Wirtschaft und die Endverbraucher. Durch seine dezentrale Struktur sichert das Handwerk eine wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung.

Im Kammerbezirk Koblenz arbeiten über 105.000 Beschäftigte in rund 20.900 Handwerksbetrieben (Stichtag 31.12.2021).

 Archiv - Das Handwerk in Rheinland-Pfalz - Zahlen, Daten, Fakten

Konjunkturberichte

Frühjahrsumfrage 2022 der Handwerkskammer Koblenz: Stimmung bleibt positiv trotz multipler Störfaktoren



Die negativen Faktoren für eine Gesamtbetrachtung der Wirtschaft sind in dieser Kombination selten wie massiv: der Ukrainekrieg mit seinen geopolitischen Auswirkungen, steigende Energiepreise, Störungen weltweiter Lieferketten und Verknappung einiger Ausgangsmaterialien, die immer noch beachtlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie wie auch eine Inflation auf Rekordniveau, zudem eine Verunsicherung mit Blick auf die weitere Entwicklung der Krisenherde drücken die Gesamtstimmung deutlich.


Dennoch zeigt sich die aktuelle Wirtschaftslage im Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz insgesamt weiter stabil und auf einem guten Niveau. Von den 2.800 befragten Betrieben aus dem Kammerbezirk der Handwerkskammer (HwK) Koblenz melden aktuell 88 Prozent eine gute oder befriedigende Geschäftslage. Einzelne Konjunkturindikatoren wie der Auftragseingang und die Umsatzentwicklung stellen sich ebenfalls positiv dar. Nur die Einschätzungen für die nächsten drei Monate sind verhaltener. Dafür gehen noch 80 Prozent der Befragten von einer zufriedenstellenden Geschäftslage aus. „Der Krieg in der Ukraine macht uns sehr betroffen. Viele Menschen sind auf der Flucht und haben ihr zu Hause verloren. Die Auswirkungen dieses Krieges sind auch international zunehmend von Bedeutung. Lieferengpässe unterschiedlichster Materialien und Vorprodukte, steigende Preise von Rohstoffen und im Energiesektor belasten unsere Betriebe, der Preisdruck auf die Unternehmen steigt. Dennoch blicken viele Handwerker optimistisch und zufrieden auf ihre Geschäftslage“, kommentieren HwK-Präsident Kurt Krautscheid und Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich die neuesten Ergebnisse der Konjunkturbefragung.


 Archiv - Konjunkturberichte



Meisterbefragung 2022

Selbstständig mit Betriebsübernahme - Meisterjahrgang 2021



In 2021 haben 604 Handwerker die Meisterschule der HwK Koblenz erfolgreich absolviert.

Die neuen Meister stammen aus 24 Gewerken. Dabei verteilen sich 80 % aller Meister auf die 10 beliebtesten Handwerke. 119 der Absolventen sind weiblich.

In der aktuellen Umfrage geben 77 % der befragten Meisterabsolventen an, dass die Corona-Pandemie sie nicht in ihrer Arbeits- bzw. Zukunftsplanung beeinflusst hat.

Das berufliche Vorankommen und die persönliche Qualifizierung sind für die MeisterInnen und Meister die wesentlichen Entscheidungsgründe für das Ablegen der Meisterprüfung, 41 % der Befragten gaben die angestrebte Selbstständigkeit als Antriebskraft an.

In der Meisterschule erlangen die Handwerker nicht nur auf der fachlichen Ebene den Feinschliff zum Experten, sondern auch die kaufmännische Basis, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Mit dem Meisterbrief, der gleichbedeutend mit dem Akademischen Grad des Bachelorstudiums ist, kann die Karriereleiter weiter erklommen werden.

 Archiv - Meisterbefragungen



Berufsausbildung



Teilnehmer an der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (Ülu) im Kammerbezirk
Jahr   Teilnehmer   Lehrgänge   
202012.9841.366
2019   13.8481.283
2018   14.1521.319
2017   13.7991.294
2016   14.606   1.330   
2015   14.615   1.354   
2014   13.571   1.251   
2013   15.134   1.415   
2012   14.456   1.334   
2011   20.240   1.713
2010   18.600   1.334


Anzahl der Auszubildenden im Kammerbezirk
Jahr   insgesamt   davon männlich   davon weiblich
20217.8096.4121.397
20208.0346.5251.509
2019   8.140  6.5461.594  
2018   8.121   6.488   1.633   
2017   8.235   6.558   1.677   
2016   8.206   6.444   1.762   
2015   8.392   6.564   1.828   
2014   8.622   6.711   1.911   
2013   8.872   6.922   1.950   
2012   9.394   7.367   2.027   
2011   9.461   7.430   2.031   
2010   9.925   7.734   2.191


Anzahl der abgelegten Gesellen-, Meister- und Fortbildungsprüfungen
Jahr   Gesellenprüfungen   Meisterprüfungen   Fortbildungsprüfungen   
20212.266604217
20202.314568221
2019   2.306   612248   
2018   2.340   587215   
2017   2.447   672217   
2016   2.413   635  192   
2015   2.546   650   179   
2014   2.663   621   259   
2013   2.995   632   356   
2012   3.005   659   294   
2011   3.045   602   515   
2010   2.786   668   305




Nahversorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz



In 554 Ortsgemeinden im nördlichen Rheinland Pfalz gibt es zurzeit keine Nahversorgungseinrichtungen – damit ist etwa die Hälfte der Orte im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz und der Handwerkskammer (HwK) Koblenz unterversorgt. Rund 63 Prozent der befragten Ortsbürgermeister gehen davon aus, dass sich an diesem Umstand auch in den nächsten zehn Jahren nichts ändern wird. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Studie von IHK und HwK Koblenz. Um ein umfassendes Bild der gegenwärtigen Nahversorgungsstruktur in der Region zu erhalten, hatten IHK und HwK Koblenz die insgesamt über 1.000 Ortsbürgermeister in ihrem gemeinsamen Kammerbezirk befragt. Rund 90 Prozent von ihnen beteiligten sich an der Erhebung.



Ein MUSS für das Mittelrheintal



Mit den Gedankenspielen um eine mögliche Bundesgartenschau 2031 am Mittelrhein ist die Frage nach den grundsätzlichen Entwicklungsperspektiven dieser Region wieder in das Blickfeld einer breiteren Öffentlichkeit gerückt. Die mit dem UNESCO-Welterbe-Titel ausgezeichnete Kulturlandschaft weist kulturellen und naturlandschaftlichen Reichtum auf. Die Region hat jedoch mit einer Vielzahl von Problemen in ihrer wirtschaftlichen und demographischen Entwicklung zu kämpfen. In einer repräsentativen Befragung der Handwerkskammer Koblenz und die IHK Koblenz befürwortet eine deutliche Mehrheit der Betriebe der betroffenen Kreise grundsätzlich den Bau einer festen Brückenquerung über den Rhein bei St. Goar – St. Goarshausen und erwartet positive Auswirkungen auf die wirtschaftlichen Perspektiven insgesamt. Die Betriebe fordern maßgebliche Weichenstellungen, die eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Region ermöglichen.



Finanzdaten / Haushalt



Um die Aufgaben der Handwerkskammer zu erfüllen, müssen die voraussichtlich benötigten Mittel geplant und bereitgestellt werden. Dazu wird für das jeweils kommende Geschäftsjahr ein Haushaltsplan erstellt. Er bildet die Grundlage für die Wirtschaftsführung. Wir wenden die kameralistische Buchführung an, die durch Elemente eines doppischen Systems wie Inventarverzeichnis/Anlagenbuchhaltung oder Kostenrechnung/Controlling) ergänzt wird.

Die Vollversammlung besitzt gemäß § 106 (1) Nr. 4 HwO das Budgetrecht. Sie stellt mit dem Haushaltsplan die Weichen für das jeweilige Geschäftsjahr und setzt mit der mittelfristigen Finanz- und Investitionsplanung die Meilensteine für die kommenden Jahre.



Beschäftigtendaten



Die Zahl der Beschäftigten der Handwerkskammer in der Verwaltungszentrale in Koblenz und in den Berufsbildungszentren und Akademien im Kammerbezirk per 31.12.2021 betrug 256, der Frauenanteil liegt nahezu unverändert bei 47 %. Hinzu kommen 66 Beschäftigte der Service GmbH mit einem Frauenanteil von 62 %.





Medienarchiv der Handwerkskammer Koblenz



In unserem Medienarchiv finden Sie folgende Dokumente der letzten Jahre in digitalisierter Form:

  • Das Handwerk in Rheinland-Pfalz - Zahlen, Daten, Fakten (seit 2011)
  • Konjunkturberichte Rheinland-Pfalz (seit 2007)
  • Konjunkturberichte Koblenz (seit 2010)
  • Meisterbefragung (seit 2008)