HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich, Bildungsminister Edgar Mora Altamirano (r.) und Arbeitsminister Steven Núñez Rímola.
HwK Koblenz
HwK-Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich begrüßt im HwK-Bildungszentrum den costa-ricanischen Bildungsminister Edgar Mora Altamirano (r.) und Arbeitsminister Steven Núñez Rímola.

Minister aus Costa Rica informieren sich bei der HwK

Zentralamerikanisches Land will neues Berufsbildungsgesetz einführen

KOBLENZ. Wie ist das deutsche Berufsbildungssystem aufgebaut, wie funktioniert es in der Praxis und auf welche gesetzlichen Grundlagen fußt es? Diese zentralen Fragen standen im Mittelpunkt des Besuchs einer Regierungsdelegation aus Costa Rica bei der Handwerkskammer (HwK) Koblenz. An der Spitze holten sich Bildungsminister Edgar Mora Altamirano und Arbeitsminister Steven Núñez Rímola in den HwK-Bildungszentren Informationen aus erster Hand. Im Gespräch mit Hauptgeschäftsführer Ralf Hellrich und Bildungsexperten der Kammer wurden die Eckpfeiler der dualen Berufsausbildung erklärt und Hintergrundfragen der Gäste aus Zentralamerika beantwortet. Costa Rica plant die Einführung eines neuen Berufsbildungsgesetzes und prüft im Vorfeld Erfahrungen in Ländern, die im internationalen Maßstab besonders erfolgreich bei der beruflichen Ausbildung abschneiden. Auf großes Interesse stießen auch Informationen zu Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für kleine und mittlere Unternehmen.

Zusammen mit Parlamentariern, Mitarbeitern des Bildungs- und Arbeitsministeriums sowie des nationalen Berufsbildungsinstituts, Wissenschaftlern und Gewerkschaftsvertretern sowie Vertretern der Botschaft von Costa Rica in Deutschland wurden, durch die Zentralstelle für internationale Berufsbildungszusammenarbeit (GOVET) im Bundesinstitut für Berufsbildung organisiert, verschiedene Bildungsträger besucht. Bei Gesprächen in Unternehmen, der Handwerkskammer Koblenz, der Senatsverwaltung Berlin, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des deutschen Bundestages oder im Bundesinstitut für Berufsbildung konnten ganz verschiedene, umfangreiche Informationen eingeholt werden. In einem Festakt im Bundesministerium für Bildung und Forschung wurde durch Bildungsminister Edgar Mora die beiden Minister und Staatssekretär Georg Schütte eine gemeinsame Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in der Berufsbildung unterzeichnet. Mit GOVET wurde ein entsprechender Aktionsplan für die nächsten drei Jahre besprochen.

„Wir freuen uns natürlich sehr und es spricht für die Ausbildungsarbeit des Handwerks, wenn eine Regierungsdelegation sich zu einem so wichtigen Thema bei uns informiert. Das Echo spricht für sich: Unsere Gäste waren sehr beeindruckt über das hohe inhaltliche wie auch technische Niveau unserer Bildungsinhalte und Einrichtungen“, fasst Ralf Hellrich am Ende des eintägigen Informationsaustausches zusammen.

 

13.03.2019



 

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Minister aus Costa Rica informieren sich zur Berufsbildung bei der HwK.
HwK Koblenz
HwK-Experten erläutern den Gästen aus Costa Rica das deutsche duale Ausbildungssystem und die darin verankerte Rolle der Handwerkskammer.