Deutschlands bester Straßenbauer kommt aus Niederwörresbach
Klaus Herzmann
Marius Faller fuhr mit einer Spitzenleistung am 11. November den Bundessieg im Straßenbauerhandwerk ein. Ausgebildet wurde der 19-Jährige in Idar-Oberstein.

Deutschlands bester Straßenbauer kommt aus Niederwörresbach

Doppeltes Auswärtsspiel: 19-jähriger Marius Faller siegt beim Bundesentscheid in Bad Zwischenahn.

Koblenz/Bad Zwischenhahn/Idar-Oberstein. Bundessieg für Straßenbauer Marius Faller aus Niederwörresbach: der 19-Jährige setzte sich mit einer makellosen Spitzenleistung im Bundesfinale der Straßenbauer in Bad Zwischenahn (bei Oldenburg) durch und verwies die acht Mitbewerber auf die Plätze. Ausgebildet wurde das Nachwuchstalent im Unternehmen „Albert Schwarz GmbH“, Idar-Oberstein. Damit krönt Faller, zu Hause in Niederwörresbach, eine lange Familientradition: „Schon der Ur-Opa, mein Vater und auch der Onkel haben mit Pflasterarbeiten geglänzt. Das Straßenbauerhandwerk ist ein Stück Familientradition!“

Dabei ist der Schwerpunkt im Ausbildungsbetrieb, der den jetzigen Bundessieger nach der Gesellenprüfung übernommen hat, ein ganz anderer als die klassischen Pflasterarbeiten: Rohrleitungsbau, Tiefbau und Erdarbeiten bestimmen den Alltag. Öffentliche Auftraggeber im Umkreis von 100 Kilometern lassen dann Straßen mit der Versorgungsinfrastruktur neu bauen oder verlegen. „Gepflastert wird bei uns tatsächlich eher selten“, erzählt Marius Faller.

Doch ausgerechnet das stand im Mittelpunkt der Aufgabenstellung beim Bundesentscheid, zu dem sich die Vertreter aus neun Bundesländern aufgrund ihrer Punktzahl qualifiziert hatten.

So wurde das Finale zum doppelten Auswärtsspiel: Marius trat im 600 Kilometer entfernten Bad Zwischenahn an in einer Disziplin, die eher selten seinen Berufsalltag bestimmt. Das spricht umso mehr für die überbetriebliche Ausbildung in den Lehrwerkstätten der Handwerkskammer Koblenz wie auch für das private Interesse von Marius an der Königsdisziplin.

Die Aufgabenstellung, die ihn schließlich zum Bundessieg führte, war dabei abwechslungsreich wie anspruchsvoll: „Wir mussten zunächst einen Rahmen aus Betonwürfeln setzen und in diesem dann unterschiedliche Pflasterarbeiten durchführen. Dabei kam auch Naturstein zum Einsatz, ein Teil wurde als Mosaikarbeit ausgeführt.“ Schweißtreibend sei das Achtstundenprogramm gewesen, „nicht nur wegen der körperlichen Anstrengung“, gesteht der glückliche Sieger am Ende. Der Vorsprung zum Zweitplatzierten aus Bayern sei knapp gewesen, der Abstand zwischen den Plätzen zwei und drei „sehr knapp“.

Für Marius, seine Familie und natürlich für den Ausbildungsbetrieb und jetzigen Arbeitgeber ein Grund mehr zum Feiern! „Da wird uns bestimmt etwas einfallen“, schmunzelt der frischgebackene Bundessieger, der mit gerade einmal 19 Jahren seinen festen Platz im 32-köpfigen Schwarz-Team gefunden hat und auch fachlich ein Vorbild für andere Jugendliche ist. Und ein bisschen ist dieser Bundessieg auch ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, das sich Marius selbst gemacht hat: In wenigen Tagen kann ein sein rundes Jubiläum feiern – als Deutschlands bester Straßenbauer!

 

12.11.2019



 

Jörg Diester
Leitung Pressestelle

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