Berufsbildung to go
HwK Koblenz

Berufsbildung "to go"

Mosel-Akademie der HwK Koblenz setzt kontaktlose Berufsvorbereitung um

Seit elf Jahren wird in der Mosel-Akademie der Handwerkskammer (HwK) Koblenz in Cochem die Maßnahme „Fit für den Job“ durchgeführt. In Kooperation mit dem Jobcenter Cochem-Zell werden dabei Jugendliche und junge Erwachsene ohne abgeschlossene Berufsausbildung durch praktische Erprobungen auf den beruflichen Alltag vorbereitet. Ziel ist es, für die Teilnehmenden eine passende Berufsausbildung zu finden. Dafür werden sie in Praktika vermittelt und im Alltag sozialpädagogisch begleitet.

Corona-bedingt musste die Maßnahme inhaltlich und organisatorisch umgestellt werden. Die Vermittlung von Praktika ist nur noch eingeschränkt möglich. Besonders deutlich spiegeln sich die Auswirkungen der Pandemie in der veränderten sozialpädagogischen Betreuung wider. Diese ist unter regulären Bedingungen zentrales Thema der Maßnahme, da sie der Herstellung und der Stabilisierung einer Tagesstruktur dient. Alternative Dialog-Plattformen wurden entwickelt. So gehören jetzt Telefonkonferenzen oder Video-Chats mit den Teilnehmenden zum Arbeitsalltag der Pädagogen.

Zusätzlich erhielten alle Maßnahmeteilnehmer in den vergangenen Wochen praktische Inhalte aufbereitet für die Heimarbeit in den eigenen vier Wänden – Berufsvorbereitung „to go“. Dank Online-Anleitung und Video-Streams können Praxisinhalte so auch zuhause umgesetzt werden. Um neben der beruflichen Qualifizierung im Nahrungsmittelhandwerk auch die Selbständigkeit und Kreativität zu fördern, gingen individuell zusammengestellte Lebensmittelpakete an alle Teilnehmenden. Darin enthaltene Rezepte und Anleitungen im Online-Unterricht halfen bei der Fertigung gesunder und vollwertiger Gerichte im „Homeoffice“.

Darüber hinaus nimmt das individuelle Bewerbertraining eine wichtige Rolle ein. Auch hierbei dient die digitale Kommunikation als zentrale Schnittstelle. Die Absolventen können Ihre Bewerbungsentwürfe per E-Mail an die pädagogischen Mitarbeiter senden oder durch Telefongespräche und Videokonferenzen Tipps und Anregungen erhalten.

Das Projekt „Fit für den Job“ wird durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

19.02.2021



 

HwK-Pressestelle

Jörg Diester

Jörg Diester
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