Beim Nachfolge-Beach am Stattstrand in Koblenz gaben die Betriebsberater der HwK Koblenz, darunter (v. l.) Jürgen Schäfer und Kathrin Martin, wertvolle Tipps und Informationen zum Thema Unternehmensübergabe.
16.06.2026Übergabe gut geplant
Wie wird der Wert eines Unternehmens ermittelt? Wo finden Betriebe interessierte Nachfolger? Wie gelingt eine erfolgreiche Betriebsübernahme? Beim Nachfolge-Beach der Handwerkskammer (HwK) Koblenz, der Industrie- und Handelskammer Koblenz sowie zahlreicher Kooperationspartner aus der Region kamen Betriebe und potenzielle Nachfolger in Koblenz zusammen und tauschten sich in der lockeren Atmosphäre des Stattstrands zum Thema Betriebsübergabe aus. Nach der Begrüßung, unter anderem durch den Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima Rheinland-Pfalz Daniel Stich, ging die kurzweilige Veranstaltung schnell in den offenen Dialog über. In zwei Runden informierten die Experten der Netzwerkpartner zunächst zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten und beantworteten nach ihrem aufschlussreichen Einstieg die Fragen der Teilnehmer. So vermittelte Betriebsberater Tobias Klein am Stand der HwK Koblenz in der ersten Session jede Menge Wissenswertes rund um die Unternehmensbewertung im Handwerk und gab Beispiele, welche Aspekte dabei zu beachten sind. Im zweiten Durchgang klärte Sara Occari, Avvocato und Rechtsanwältin in der Rechtsabteilung der HwK Koblenz, über Rechtsfragen zur Nachfolge im Handwerk auf.
In den kommenden Jahren werden in Deutschland rund 190.000 Unternehmen an die nächste Generation übergeben. „Wir wünschen uns, dass unser traditionsreiches Unternehmen auch in Zukunft seine Erfolgsgeschichte fortsetzen wird“, betonen Lilli Weiler und Friedhelm Göron. Sie suchen einen motivierten Nachfolger, der die Mais GmbH in Koblenz weiterführt. Als Mitarbeiter und Kollegen hatten die beiden den 1867 gegründeten SHK-Betrieb vor über 30 Jahren gemeinsam übernommen. Beim Nachfolge-Beach informierte sich das Geschäftsführer-Duo bei den Betriebsberatern der HwK Koblenz über geeignete Wege, mit Interessenten in Kontakt zu kommen. Eine Möglichkeit stellt die Betriebsbörse der Kammer dar. Diese bringt Handwerksbetriebe aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz und Existenzgründer zusammen und vermittelt darüber hinaus Betriebsleiterstellen sowie Gewerbeflächen. Ein Blick in die Börse lohnt sich – aktuell suchen dort 128 Handwerksbetriebe einen Nachfolger.
Im Falle einer bevorstehenden Betriebsübergabe ist frühzeitiges Handeln gefragt. Es ist wichtig, weit im Voraus an den eigenen Ruhestand und damit an die Fortführung des Unternehmens zu denken. Spätestens im Alter von 55 Jahren sollten sich Betriebsinhaber mit dem Thema Unternehmensnachfolge auseinandersetzen. Die Betriebsberatung der HwK Koblenz unterstützt Mitgliedsbetriebe mit individuellen und kostenfreien Beratungen – auch für Handwerker, die an einer Betriebsübernahme interessiert sind. Unter anderem werden der Wert des Unternehmens sowie der Betriebsimmobilie ermittelt.
Informationen zur Betriebsübergabe und -übernahme im Handwerk gibt bei der HwK Koblenz das Team der Betriebsberatung, Tel. 0261 398-251, beratung@hwk-koblenz.de, www.nachfolgewerkstatt.de
Die Betriebsbörse der HwK Koblenz kann online eingesehen werden unter www.hwk-koblenz.de/betriebsboerse