Wie berechne ich den tatsächlichen Liquiditätsengpass?

Um auszuschließen, dass kein zu hoher Zuschuss ausgezahlt wurde, ist es notwendig, dass Sie nach Ablauf des Betrachtungszeitraums (3 Monate bzw. bei Mietminderung ≥ 20 % à 5 Monate) den tatsächlichen Liquiditätsengpass berechnen:

Berechnung / Darlegung:

betriebliche Sach-/Finanzaufwendungen
- betriebliche Einnahmen                              
= tatsächlicher Liquiditätsengpass

Betrachtungszeitraum

3 Monate (bzw. bei Mietminderung ≥ 20 % à 5 Monate)
Dabei wird auf den vollen Monat abgestellt. D. h. wenn also beispielsweise ein Antrag am 30.03.2020 gestellt wurde, gilt der dreimonatige Betrachtungszeitraum vom 01.03.2020 bis 31.05.2020

fortlaufende, erwerbsmäßige Einnahmen

  • nur die tatsächlich in dem beantragten Zeitraum zufließenden Einnahmen, d. h. alle Zahlungseingänge (Bank, Kasse)
  • Achtung: nur bezahlte Ausgangsrechnungen berücksichtigen

fortlaufende, erwerbsmäßige Sach- und Finanzaufwendungen

  • nur tatsächlich gezahlte Sach-/Finanz-aufwendungen innerhalb des Betrachtungszeitraums
  • Jahresbeiträge, die innerhalb des Betrachtungszeitraums bezahlt wurden
  • keine anteiligen Kostenverrechnungen aus zuvor oder später zu zahlenden Aufwendungen.

Beispiel:

  • Antragsdatum: 08.04.2020
    Betrachtungszeitraum: 01.04.2020 - 30.06.2020 (einschließlich)
  • fortlaufende betriebliche Einnahmen
    Zahlungseingänge Kasse (Bargeschäft) vom 01.04.2020 (00:00 Uhr) - 30.06.2020 (24:00 Uhr)
    Zahlungseingänge Bank (Überweisungen) vom 01.04.2020 (00:00 Uhr) - 30.06.2020 (24:00 Uhr)
  • fortlaufende betriebliche Sach-/Finanzaufwendungen
    Zahlungsausgänge Kasse (Bargeschäft) vom 01.04.2020 (00:00 Uhr) - 30.06.2020 (24:00 Uhr)
    Zahlungsausgänge Bank (Überweisungen) vom 01.04.2020 (00:00 Uhr) - 30.06.2020 (24:00 Uhr)


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