Welche Voraussetzungen werden an ein Hygieneschutzkonzept für Friseurbetriebe/Kosmetikstudios/Fußpflegeeinrichtungen/Nagelstudios gestellt?

Friseursalons, Kosmetikstudios und Fußpflegeeinrichtungen bzw. Nagelstudios können nach der 26. CoBeLVO weiterhin öffnen.

Grundsätzlich gilt:

  • Abstandsgebot zwischen Kundinnen und Kunden (mindestens 1,5 Meter)
  • Maskenpflicht*: medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) / FFP2-Masken oder vergleichbarer Standard
  • Testpflicht** § 3 Abs. 7 Satz 7 CoBeLVO
  • Pflicht zur Kontakterfassung
  • Personenbegrenzung: 1 Person pro 5 qm Verkaufs-/Besucherfläche

*Die Maskenpflicht kann für MitarbeiterInnen von Einrichtungen entfallen, wenn diese die Testpflicht mit der Maßgabe erfüllen, dass ein tagesaktueller Test vorgelegt wird. Vollständig geimpfte sind von der Testpflicht befreit (siehe Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung).

Von der Testpflicht ausgenommen sind:

  • Kinder bis einschließlich 11 Jahre sowie Schülerinnen und Schüler
  • geimpfte oder genesene Personen
  • der Rehabilitationssport und das Funktionstraining sowie Dienstleistungen, die aus medizinischen Gründen erbracht werden.

Aufgrund der geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung muss jedes Unternehmen auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept umsetzen. Dieses betriebliche Hygienekonzept ist schriftlich zu fixieren und allen Beschäftigen zugänglich zu machen. Weiterhin gilt eine Testangebotspflicht für Betriebe.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Änderungen an der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV)  vorgenommen, welche am 10.09.2021 in Kraft treten.

Die Verordnung gilt für die Dauer der epidemischen Lage nationaler Tragweite, d. h. vorerst bis einschließlich 24.11.2021.

DAS IST NEU

Die Verordnung verpflichtet Arbeitgeber dazu:

  • Ihre Beschäftigten zur Wahrnehmung von Impfangeboten von der Arbeitszeit freizustellen,
  • Betriebsärzte bei betrieblichen Impfangeboten zu unterstützen,
  • Ihre Beschäftigten über die Risiken einer COVID-19-Erkrankung und bestehende Möglichkeiten einer Impfung zu informieren.

Die Arbeitgeber können Ihre Beschäftigten im Rahmen einer Unterweisung informieren.

Für Unterweisungen empfehlen wir Ihnen insbesondere die Informationen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zu beachten:

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat die Arbeitsschutzstandards des Friseurhandwerks sowie der Beauty- und Wellnessbetriebe zu einem gemeinsamen Standard zusammengeführt.

Der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk sowie für Beauty- & Wellnessbetriebe mit Stand 22.07.2021 enthält noch nicht die Anpassungen der Corona-ArbSchV. Daher sind diese zusätzlich zu Ihrem gewerksspezifischen Arbeitsschutzstandard zu beachten.

Zusätzlich gelten länderspezifische Vorgaben sowie ergänzende Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Bitte beachten Sie auch eventuell bestehende kreisspezifische Vorgaben.