Welche Voraussetzungen werden an den Arbeitsschutz für das Baugewerbe gestellt?

Auf Baustellen arbeiten häufig viele Beschäftigte unterschiedlicher Unternehmen und Gewerke eng zusammen. Das birgt ein erhöhtes Risiko, auch für gegenseitige Ansteckung mit dem Corona-Virus. Sowohl Bauherren als auch Arbeitgeber sind verpflichtet, Maßnahmen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten auf Baustellen zu treffen. In die Festlegung der Schutzmaßnahmen sind auch Einflüsse aus der Arbeitsumgebung und aus sonstigen Arbeitsbedingungen einzubeziehen.

Nach der 26. Corona-Bekämpfungsverordnung sind im Handwerk generell die Abstandspflichten sowie die Maskenpflicht gem. § 7 Abs. 2 S. 2 i. V. m. § 3 Abs. 1 Satz1 und Abs. 2 Satz 2 CoBeLVO einzuhalten.

Die BGBau hat eine Handlungsempfehlung, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Baugewerbe, erstellt.

Weiterhin wurde die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS veröffentlicht, welche Schutzmaßnahmen für besondere Arbeitsstätten und Arbeitsplätze sowie besondere betriebliche Einrichtungen beinhaltet. Hierunter fallen Baustellen sowie Unterkünfte.

Auch hierfür muss ein betriebliches Hygienekonzept verschriftlicht werden, siehe SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.

Siehe ebenfalls: Frage „Was beinhaltet die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung?“

Zusätzlich sind die länderspezifische Vorgaben wie Allgemeinverfügungen – die auch Verschärfungen der o. g. Regelungen beinhalten können – sowie ergänzende Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu beachten. Bitte beachten Sie auch eventuell bestehende kreisspezifische Vorgaben.

Weitere Informationen sowie Handlungsempfehlungen der BG BAU finden Sie hier.

Weitere Verhaltensempfehlungen u. a. auch in verschiedenen Sprachen stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Verfügung.

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