Welche Kosten können zur Berechnung des Liquiditätsengpasses angesetzt werden?

Zur Berechnung des Liquiditätsengpasses werden die fortlaufenden betrieblichen Sach- und Finanzaufwendungen angesetzt.

Wichtig ist, dass die Zahlung dieser Kosten im Betrachtungszeitraum erfolgt ist.

Achtung:

  • nur tatsächlich gezahlte Sach-/Finanz-aufwendungen innerhalb des Betrachtungszeitraums:
    keine anteiligen Kostenverrechnungen aus zuvor oder später zu zahlenden Aufwendungen
    Jahresbeiträge, die innerhalb des Betrachtungszeitraums bezahlt wurden, dürfen jedoch angesetzt werden
  • Nur Einmalkosten, die durch vertragliche Bindung vor dem 11.03.2020 entstanden sind dürfen eingerechnet werden.
  • Beispiel: Ein Betrieb hat vor dem 11.03. eine Maschine gekauft und die Rechnung wird nun innerhalb des Betrachtungszeitraums bezahlt => Diese Zahlung kann bei der Bedarfsberechnung berücksichtigt werden. Wurde die Maschine ab dem 11.03. bestellt kann die Zahlung nicht berücksichtigt werden, obwohl sie im Betrachtungszeitraum getätigt wird.
  • Bei Stundungen dürfen lediglich die tatsächlich gezahlten Aufwendungen angesetzt werden

Nicht zu berücksichtigen sind:

  • Personalaufwendungen und Unternehmerlohn
  • Ausbildungsvergütung
  • private Ausgaben und Lebensunterhaltskosten
  • Einmalkosten, die durch vertragliche Bindung nach dem 11.03.2020 entstanden sind
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