Welche Hilfsprogramme/Finanzhilfen gibt es?

Die Bundesregierung hat das Hilfsprogramm „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ auf den Weg gebracht.

Mit diesem Programm  können Unternehmen einen Zuschuss zu den betrieblichen (förderfähigen) Fixkosten erhalten, , wenn bestimmte Parameter bspw. in Bezug auf den Umsatzrückgang und ungedeckte Fixkosten erfüllt sind.

Nachdem die Überbrückungshilfen I, II und III ausgelaufen sind, unterstützt die Bundesregierung die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen aktuell mit den Überbrückungshilfen III Plus, IV sowie der Neustarthilfe Plus und der Neustarthilfe 2022.

Die Überbrückungshilfe III Plus (Programmzeitraum Juli bis Dezember 2021) verlängert die Unterstützung für Unternehmen der vorangegangenen Förderung und weitet diese entsprechend für Unternehmen, die nicht direkt und indirekt von den Schließungen durch die Corona-Pandemie betroffen waren bzw. sind aus:

Soloselbstständige, kurz befristet und unständig Beschäftigte und kleine Kapitalgesellschaften (eine Gesellschafterin oder ein Gesellschafter), die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden, können alternativ zur Fixkostenerstattung  eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe Plus“ – in Form eines Vorschusses erhalten. Die Neustarthilfe wird zusätzlich zu anderen Leistungen, wie z.B. der Grundsicherung, ausgezahlt und nicht auf diese angerechnet.

Die Antragsfristen für Erst- und Änderungsanträge für die Überbrückungshilfe III Plus und die Neustarthilfe Plus enden am 31. März 2022. 

Mit der Überbrückungshilfe IV (Programmzeitraum Januar bis März 2022) unterstützt die Bundesregierung weiterhin Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020 (Grenze entfällt für von Schließungsanordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie direkt betroffene Unternehmen sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche). Die Bedingungen entsprechen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus.

Soloselbstständige, kurz befristet und unständig Beschäftigte und kleine Kapitalgesellschaften (eine Gesellschafterin oder ein Gesellschafter), die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden, können alternativ zur Fixkostenerstattung für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 eine einmalige Betriebskostenpauschale - „Neustarthilfe 2022“ - in Form eines Vorschusses erhalten. Die Neustarthilfe wird zusätzlich zu anderen Leistungen, wie z.B. der Grundsicherung, ausgezahlt und nicht auf diese angerechnet.

Die Antragsfristen für Erst- und Änderungsanträge für die Überbrückungshilfe IV Plus und die Neustarthilfe 2022 enden am 30. April 2022.

Weiterhin hat die Bundesregierung ein Hilfsprogramm für kleine und mittelgroße Ausbildungsbetriebe („Ausbildungsplätze sichern“) auf den Weg gebracht, um durch die Corona-Pandemie bedrohte Ausbildungsplätze zu sichern. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Das Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW) hat als weitere Hilfsmaßnahmen ebenfalls Sonderprogramme entwickelt:

  • KfW-Schnellkredit für den Mittelstand
  • ERP-Gründerkredit Universell KfW-Sonderprogramm 2020 (073/074/075/076) innerhalb von 5 Jahren nach Gründung
  • KfW-Unternehmerkredit KfW-Sonderprogramm (037/047)
    außerhalb von 5 Jahren nach Gründung

Weiterführende Informationen auf unserer Seite Was beinhalten die Sonderprogramme der KfW?

Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag von 1,25 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro angehoben. Es wird eine Eigenkompetenz der Bürgschaftsbanken in Bezug auf die Bürgschaftsentscheidungen geschaffen. So dürfen die Bürgschaftsbanken bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig eine Entscheidung treffen.

Über die ISB sowie die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz stehen Betriebsmittelkredite sowie Bürgschaften zur Verfügung. Mit diesen Programmen können Liquiditätsengpässe überbrückt werden.

Um auf die zur Verfügung gestellten Finanzhilfen zurückgreifen zu können, muss der bestehende Liquiditätsbedarf messbar, klar definiert (wie hoch ist dieser in Euro?) und nachvollziehbar sein.

Was heißt das konkret?

  1. Listen Sie Ihre Auftragsausfälle und Zahlungsausfälle auf.
  2. Wie war Ihre Umsatz- und Kostenstruktur bisher, wie sieht diese jetzt aus?
  3. Wie hoch ist nun der Verlust?
  4. Was benötigen Sie an Liquidität?
  5. Wie hoch ist der Kapitaldienst?


Ansprechpartner bei den öffentlichen Förderbanken

BankHotlineMailHomepage
KfW0800 539 9001KfW-Corona-Hilfe
ISB06131 6172-1333beratung@isb.rlp.deISB-Corona-Hilfe
Bürgschaftsbanken RLP06131 62915Bürgschaftsbanken-Corona-Hilfe