Welche Hilfsprogramme/Finanzhilfen gibt es?

Die Bundesregierung hat das Hilfsprogramm „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ auf den Weg gebracht.

Mit diesem Programm  können Unternehmen einen Zuschuss zu den betrieblichen (förderfähigen) Fixkosten erhalten, , wenn bestimmte Parameter bspw. in Bezug auf den Umsatzrückgang und ungedeckte Fixkosten erfüllt sind.

Nachdem die Überbrückungshilfen I und II ausgelaufen sind, unterstützt die Bundesregierung die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen aktuell mit den Überbrückungshilfen III und III Plus sowie der Neustarthilfe und der Neustarthilfe Plus.

Die Überbrückungshilfe III (Programmzeitraum Januar bis Juni 2021) verlängert die Unterstützung für Unternehmen der vorangegangenen Förderung und weitet diese entsprechend für Unternehmen, die nicht direkt und indirekt von den Schließungen durch die Corona-Pandemie betroffen waren bzw. sind aus:

Soloselbstständige, kurz befristet und unständig Beschäftigte und kleine Kapitalgesellschaften (eine Gesellschafterin oder ein Gesellschafter), die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden, können alternativ zur Fixkostenerstattung für den Zeitraum  bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe“ – in Form eines Vorschusses von bis zu 7.500 € erhalten. Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften können bis zu 30.000 € erhalten. Die Neustarthilfe wird zusätzlich zu anderen Leistungen, wie z.B. der Grundsicherung, ausgezahlt und nicht auf diese angerechnet.

Die Antragsfristen für die Überbrückungshilfe III und die Neustarthilfe enden am 31. Oktober 2021. Die Änderungsanträge können seit 27. April 2021 gestellt werden.

Die Überbrückungshilfe III Plus (Programmzeitraum Juli bis September 2021) schließt unmittelbar an die Überbrückungshilfe III an. Die Konditionen sind gleich. Zusätzlich wird eine Restart-Prämie gewährt. Die Antragstellung erfolgt über prüfende Dritte.

Soloselbsständige, kurz befristet und unständig Beschäftigte und kleine Kapitalgesellschaften (eine Gesellschafterin oder ein Gesellschafter können alternativ zur Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus für den Zeitraum Juli bis September 2021 die Neustarthilfe Plus beantragen. Diese schließt mit höheren Vorschüssen an die Neustarthilfe an. Dazu wurde der Vorschuss (Betriebskostenpauschale) auf maximal 4.500 € für Soloselbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und auf bis zu 18.000 € für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften im gesamten Bezugszeitraum erhöht.

Die Antragsfristen für die Überbrückungshilfe III Plus und die Neustarthilfe Plus enden am 31. Oktober 2021.

Weiterhin hat die Bundesregierung ein Hilfsprogramm für kleine und mittelgroße Ausbildungsbetriebe („Ausbildungsplätze sichern“) auf den Weg gebracht, um durch die Corona-Pandemie bedrohte Ausbildungsplätze zu sichern. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Das Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW) hat als weitere Hilfsmaßnahmen ebenfalls Sonderprogramme entwickelt:

  • KfW-Schnellkredit für den Mittelstand
  • ERP-Gründerkredit Universell KfW-Sonderprogramm 2020 (073/074/075/076) innerhalb von 5 Jahren nach Gründung
  • KfW-Unternehmerkredit KfW-Sonderprogramm (037/047)
    außerhalb von 5 Jahren nach Gründung

Weiterführende Informationen auf unserer Seite Was beinhalten die Sonderprogramme der KfW?

Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag von 1,25 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro angehoben. Es wird eine Eigenkompetenz der Bürgschaftsbanken in Bezug auf die Bürgschaftsentscheidungen geschaffen. So dürfen die Bürgschaftsbanken bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig eine Entscheidung treffen.

Über die ISB sowie die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz stehen Betriebsmittelkredite sowie Bürgschaften zur Verfügung. Mit diesen Programmen können Liquiditätsengpässe überbrückt werden.

Um auf die zur Verfügung gestellten Finanzhilfen zurückgreifen zu können, muss der bestehende Liquiditätsbedarf messbar, klar definiert (wie hoch ist dieser in Euro?) und nachvollziehbar sein.

Was heißt das konkret?

  1. Listen Sie Ihre Auftragsausfälle und Zahlungsausfälle auf.
  2. Wie war Ihre Umsatz- und Kostenstruktur bisher, wie sieht diese jetzt aus?
  3. Wie hoch ist nun der Verlust?
  4. Was benötigen Sie an Liquidität?
  5. Wie hoch ist der Kapitaldienst?


Ansprechpartner bei den öffentlichen Förderbanken

BankHotlineMailHomepage
KfW0800 539 9001KfW-Corona-Hilfe
ISB06131 6172-1333beratung@isb.rlp.deISB-Corona-Hilfe
Bürgschaftsbanken RLP06131 62915Bürgschaftsbanken-Corona-Hilfe