Welche Hilfsprogramme/Finanzhilfen gibt es?

Für die Monate November und Dezember 2020 wurde die „Außerordentliche Wirtschaftshilfe November bzw. Dezember“ seitens der Bundesregierung aufgelegt.

Die Novemberhilfe und Dezemberhilfe 2020 bieten eine zentrale Unterstützung für Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die von den Corona-Einschränkungen in diesem Monaten besonders betroffen sind.  Mit den Hilfen werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 % des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November bzw. Dezember (für die Dezemberhilfe) 2019 gewährt. Damit den Betroffenen einfach und unbürokratisch geholfen werden kann, wird die Hilfe als einmalige Kostenpauschale ausgezahlt. Unternehmen sollen damit insbesondere ihre Fixkosten decken können, die trotz der temporären Schließung angefallen sind.

Die Bundesregierung hat weiterhindas Hilfsprogramm „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ auf den Weg gebracht.

Mit diesem Programm  können Unternehmen einen Zuschuss zu den betrieblichen (förderfähigen) Fixkosten erhalten, , wenn bestimmte Parameter bspw. in Bezug auf den Umsatzrückgang und ungedeckte Fixkosten erfüllt sind.

Dabei wird die Überbrückungshilfe II für Unternehmen gewährt, welche im Zeitraum von April bis August 2020 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten hatten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufwiesen.

Die Überbrückungshilfe III (Programmzeitraum Januar bis Juni 2021) verlängert die Unterstützung für Unternehmen und weitet diese entsprechend für Unternehmen, die nicht direkt und indirekt von den Schließungen betroffen waren bzw. sind aus:

Soloselbstständige können alternativ zur Fixkostenerstattung für den Zeitraum Dezember 2020 bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe“ – in Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes im Jahr 2019 bis max. 5.000 Euro bekommen.

Weiterhin hat die Bundesregierung ein Hilfsprogramm für kleine und mittelgroße Ausbildungsbetriebe („Ausbildungsplätze sichern“) auf den Weg gebracht, um durch die Corona-Pandemie bedrohte Ausbildungsplätze zu sichern.

Das Kreditinstitut für Wiederaufbau (KfW) hat als weitere Hilfsmaßnahmen ebenfalls Sonderprogramme entwickelt:

  • KfW-Schnellkredit für den Mittelstand
  • ERP-Gründerkredit Universell KfW-Sonderprogramm 2020 (073/074/075/076) innerhalb von 5 Jahren nach Gründung
  • KfW-Unternehmerkredit KfW-Sonderprogramm (037/047)
    außerhalb von 5 Jahren nach Gründung

Weiterführende Informationen auf unserer Seite Was beinhalten die Sonderprogramme der KfW?

Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bürgschaftshöchstbetrag von 1,25 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro angehoben. Es wird eine Eigenkompetenz der Bürgschaftsbanken in Bezug auf die Bürgschaftsentscheidungen geschaffen. So dürfen die Bürgschaftsbanken bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig eine Entscheidung treffen.

Über die ISB sowie die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz stehen Betriebsmittelkredite sowie Bürgschaften zur Verfügung. Mit diesen Programmen können Liquiditätsengpässe überbrückt werden.

Um auf die zur Verfügung gestellten Finanzhilfen zurückgreifen zu können, muss der bestehende Liquiditätsbedarf messbar, klar definiert (wie hoch ist dieser in Euro?) und nachvollziehbar sein.

Was heißt das konkret?

  1. Listen Sie Ihre Auftragsausfälle und Zahlungsausfälle auf.
  2. Wie war Ihre Umsatz- und Kostenstruktur bisher, wie sieht diese jetzt aus?
  3. Wie hoch ist nun der Verlust?
  4. Was benötigen Sie an Liquidität?
  5. Wie hoch ist der Kapitaldienst?


Ansprechpartner bei den öffentlichen Förderbanken

BankHotlineMailHomepage
KfW0800 539 9001KfW-Corona-Hilfe
ISB06131 6172-1333beratung@isb.rlp.deISB-Corona-Hilfe
Bürgschaftsbanken RLP06131 62915Bürgschaftsbanken-Corona-Hilfe