Welche Grenzen gibt es bei der Gestaltung von Arbeitszeitmodellen?

Die werktägliche Arbeitszeit darf 8 Stunden grundsätzlich nicht überschreiten. Sie kann bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß das Arbeitszeitgesetz grundsätzlich von einer 6 Tage -Woche ausgeht. Die maximale wöchentliche Höchstarbeitszeit liegt also bei 48, im Ausnahmefall 60 Stunden. Der 48 Stundenschnitt muss also im 6 Monatsschnitt eingehalten werden.

Des weiteren sind die gesetzlichen Pausen- und Ruhezeiten einzuhalten.

Einzelthemen-Arbeitszeit



Das Arbeitszeitgesetz bietet in einem bestimmten Rahmen die Möglichkeit, durch abweichende Tarifvertragsregelungen oder Betriebsvereinbarungen die Höchstarbeitszeit über 10 Stunden hinaus zu erhöhen oder die Arbeitszeiten zu verlängern (§ 7 ArbzG). Dies gilt zum Beispiel, wenn in die Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft oder Bereitschaftsdienst fällt.

Auch Möglichkeiten zur flexibleren Arbeitszeitgestaltung eröffnet das Arbeitszeitgesetz. Beispielsweise kann ein anderer Ausgleichszeitraum festgelegt werden. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit muss aber immer auf einer entsprechenden Grundlage im Arbeitsvertrag oder in einem Tarifvertrag beruhen, die den rechtlichen Anforderungen genügt. Gerne können Sie sich für Einzelheiten hierzu an unsere Rechtsberatung wenden.



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