Welche Erleichterungen gibt es beim Kurzarbeitergeld (Kug)?

Um die Belastungen der Corona-Pandemie für Arbeitnehmer und Arbeitgeber abzufedern, hat das Bundeskabinett die Verlängerung des erleichterten Zugangs zum Kurzarbeitergeld am 16.09.2020 beschlossen. Das Gesetz mit den entsprechenden Verordnungen soll voraussichtlich zum 01.01.2021 in Kraft treten.  Zudem werden Anreize geschaffen, die Zeit der Kurzarbeit in Weiterbildung zu investieren.

Folgende Erleichterungen gelten:

Vereinfachter Zugang

  • nur noch 10 % der Beschäftigten müssen von einem Arbeitsausfall von über 10 % betroffen sein
  • vollständiger Verzicht auf Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung von KUG
  • Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer

Entlastungen

  • vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge während der Kurzarbeit bis 30. Juni 2021
  • vom 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 werden die Sozialversicherungsbeiträge zu 50 % erstattet, wenn mit der Kurzarbeit bis 30. Juni 2021 begonnen wurde

Verlängerte Bezugsdauer

  • Die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld soll für Betriebe, die mit der Kurzarbeit bis zum 31. Dezember 2020 begonnen haben, auf bis zu 24 Monate, längstens bis zum 31. Dezember 2021, verlängert werden.

Erhöhtes Kurzarbeitergeld

  • Beschäftigte, deren Arbeitsentgelt um mindestens die Hälfte reduziert ist, können weiterhin vom erhöhten Kurzarbeitergeld profitieren.

Hinzuverdienst möglich

  • Für während der Kurzarbeit aufgenommene Nebenbeschäftigungen wird die vollständige Anrechnung des Entgelts auf das Kurzarbeitergeld befristet bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt.
  • Die bestehenden befristeten Hinzuverdienstregelungen sollen insoweit bis 31. Dezember 2021 verlängert werden, als dass Entgelt aus einer während der Kurzarbeit aufgenommenen geringfügig entlohnten Beschäftigung anrechnungsfrei bleibt.

Berufliche Weiterbildung

  • Zeiten des Arbeitsausfalls sollen für berufliche Weiterbildung genutzt werden. Für diese Fälle wird die reguläre Erstattung von 50 % der Sozialversicherungsbeiträge vorerst nicht mehr daran geknüpft, dass die Qualifizierung mindestens 50 % der Zeit des Arbeitsausfalls betragen.

(Quelle: Bundesregierung)



Weitere Informationen finden Sie bei der Agentur für Arbeit, Hotline 0800 45555 20

Die Seite wird bei Rechtsänderungen entsprechend aktualisiert.