Was ist mit Urlaub/Resturlaub?

Aufgrund der aktuellen Coronavirus-Pandemie sieht die Bundesagentur für Arbeit bis zum 31.12.2020 davon ab, die Einbringung von Erholungsurlaub aus dem laufenden Urlaubsjahr zur Vermeidung von Kurzarbeit einzufordern, sofern individuelle Urlaubswünsche/-planungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestehen.

Die individuellen Urlaubswünsche sind in der aktuellen Situation besonders zu schützen, damit es zum Beispiel Eltern möglich bleibt, Urlaubstage für die Betreuung ihrer Kinder wegen Schließung von Kitas und Schulen zu nutzen.

Resturlaub soll wie gehabt zur Vermeidung von Arbeitsausfällen eingesetzt werden. Das heißt Arbeitgeber sollen mit Beschäftigten, die noch „alte“, bisher unverplante Urlaubansprüche haben, den Antritt dieses Urlaubs in Zeiten mit Arbeitsausfall im Betrieb vereinbaren. Aber auch hier gehen die Urlaubswünsche der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor.

Im Bauhauptgewerbe bestehen besondere Urlaubsregelungen. Hier müssen gewerbliche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Ihren Resturlaubsanspruch aus 2019 für die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld nicht vorrangig einbringen, es sei denn, der Arbeitsausfall tritt gegen Jahresende 2020 ein (vgl. § 8 Nr. 7 BRTV Bau). Dies gilt jedoch nicht für Angestellte des Bauhauptgewerbes und für die anderen Bereiche der Bauwirtschaft (zum Beispiel im Gerüstbau, bei den Dachdeckern oder im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau), wo die Resturlaubsansprüche bereits früher eingebracht werden müssen.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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