Was beinhaltet die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen?

Die Überbrückungshilfe bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen und Selbstständigen eine finanzielle Unterstützung. Sie hilft, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern.

Die Koalition hat am 03.06.2020 ein umfangreiches Konjunkturprogramm beschlossen. Das Bundeskabinett hat dazu in einer Sondersitzung am 12.06.2020 den Weg frei gemacht, um kleine und mittelständische Unternehmen, die von der aktuellen Krise besonders stark getroffen sind, mit Überbrückungshilfen zu unterstützen.

Mit dem Programm konnten Unternehmen in der 1. Phase für die Monate Juni bis August 2020 einen Zuschuss zu den betrieblichen Fixkosten erhalten, wenn ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist.

Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasste die Fördermonate September bis Dezember 2020.  Die Antragsfrist endete am 31.03.2021.

Die Überbrückungshilfe III deckte Fördermonate Januar bis Juni 2021 ab und ergänzte somit die Unterstützungsleistung aus Phase 2. Die Antragsfrist endete am 31.10.2021.

Für den Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 schließt dann unmittelbar die Überbrückungshilfe III Plus an. Die Konditionen entsprechen denen der Überbrückungshilfe III. Zusätzlich wird eine Restart-Prämie gewährt. Die Antragsfrist endet am 31.03.2022.

Mit der Überbrückungshilfe IV wird die Hilfe für die weiter von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberufler für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 fortgesetzt. Die Antragsfrist endet am 30.04.2022.

Die Überbrückungshilfe erstattet Zuschüsse zu den monatlichen betrieblichen Fixkosten abhängig von der Höhe des Umsatzrückgangs gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2019 erstattet.

Soloselbstständige, kurz befristet und unständig Beschäftigte und kleine Kapitalgesellschaften (eine Gesellschafterin oder ein Gesellschafter), die durch die Corona-Pandemie erhebliche finanzielle Einbußen erleiden konnten alternativ zur Fixkostenerstattung für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale – „Neustarthilfe“ –  beantragen.

Die Neustarthilfe Plus schließt mit höheren Vorschüssen an die Neustarthilfe an und umfasst die Förderzeiträume 1. Juli bis 30. September und 1. Oktober bis 31. Dezember 2021. Die Förderbedingungen für beide Förderzeiträume sind identisch. Die Neustarthilfe Plus unterstützt weiterhin Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.

Die Antragsfrist für die Neustarthilfe Plus endet am 31. März 2022. Die Fristen für Änderungsanträge und Änderungen der Kontoverbindungen wurden ebenfalls bis 31. März 2022 verlängert.

Wichtig: Die Förderzeiträume der Neustarthilfe Plus müssen separat beantragt werden.

Die Neustarthilfe 2022 wird als Vorschuss für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 ausgezahlt. Die Antragsfrist für die Neustarthilfe 2022 endet am 30. April 2022.

Weiterführende Informationen sind der Online-Plattform zur Überbrückungshilfe zu entnehmen.



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