Verfahren der Antragstellung/Abrechnung in Phase 1

Es handelt sich um ein digitales, zweistufiges Antragsverfahren, welches durch einen prüfenden Dritten im Sinne des § 3 Steuerberatungsgesetz abgewickelt wird.

Als prüfende Dritte gelten Steuerberater inklusive Steuerbevollmächtigte, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte.

Diese können sich auf der Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren, erst nach erfolgreicher Registrierung kann der prüfende Dritte den Zuschuss für Sie beantragen.

Bewilligungsstelle für Rheinland-Pfalz ist die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB).

Eine Antragstellung ist seit dem 10.07.2020 möglich.

Die Überbrückungshilfe kann in der 1. Phase für die Monate Juni, Juli und August 2020 beantragt werden. Der Antrag kann nur einmalig gestellt werden. Eine rückwirkende Antragstellung für die Monate Juni, Juli und August ist möglich, jedoch spätestens bis zum 30. September 2020. Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) müssen spätestens bis zum 30. September 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 30. September 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

In der 2. Phase kann eine Antragstellung für die Monate September, Oktober, November und Dezember erfolgen. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober gestellt werden.

Es handelt sich um ein digitales, zweistufiges Antragsverfahren, welches über die prüfenden Dirtten abgewickelt wird.

1. Stufe = Antragstellung

Antragsvoraussetzungen und Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten glaubhaft machen.

2. Stufe = Nachweisführung

Antragsvoraussetzungen und Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten belegen.

1.  Antragstellung

Antragstellung erfolgt über einen vom Antragsteller (Unternehmen) beauftragten, prüfenden Dritten.

Eine Antragstellung für die 1. Phase ist bis spätestens zum 30.09.2020 über die Onlineplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de möglich.

Bei der Antragstellung für Phase 1 kann eine Überbrückungshilfe höchstens für die Monate Juni bis August 2020 beantragt werden.

Der Antrag ist in dem Bundesland zu stellen, in dem der Antragsteller ertragsteuerlich geführt wird.

Zu tätigende Angaben des Antragsstellers:

  • Name und Firma,
  • Steuernummer oder steuerliche Identifikationsnummer,
  • IBAN der beim zuständigen Finanzamt hinterlegten Kontoverbindung,
  • zuständiges Finanzamt,
  • Adresse des inländischen Sitzes der Geschäftsführung, oder, soweit kein inländischer Sitz der Geschäftsführung vorhanden ist, Adresse der inländischen Betriebsstätte,
  • Erklärung über etwaige mit dem Antragsteller verbundene Unternehmen
  • Zusicherung des Antragstellers, dass er sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfond qualifiziert und auch nicht über einen Antrag auf Zugang zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds positiv entschieden wurde,
  • Angabe der Branche des Antragstellers anhand der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008)

Weiterhin ist folgendes glaubhaft zu machen:

  • Umsatzrückgang ≥ 60 % in den Monaten April und Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahr (April und Mai 2019) 
  • Prognose der Höhe der betrieblichen Fixkosten und
  • Prognose der voraussichtlichen Umsatzentwicklung für den jeweiligen Fördermonat

2. Stufe = Nachweisführung

Nach Ablauf des letzten Fördermonats, spätestens jedoch bis 31. Dezember 2021, legt der Antragsteller über den von ihm beauftragten, prüfenden Dritten eine Schlussabrechnung über die von ihm empfangenen Leistungen vor.

In der Schlussabrechnung bestätigt der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer:

  • den tatsächlich entstandenen Umsatzrückgang im April und Mai 2020 und
  • den tatsächlich erzielten Umsatz im jeweiligen Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei seiner Bestätigung des Umsatzes kann der prüfende Dritte die Daten aus den Umsatzsteuervoranmeldungen des Antragstellers zu Grunde legen.

Der Antragsteller muss der Bewilligungsstelle die Schlussrechnung vollständig und mit allen seine Angaben belegenden Nachweisen vorlegen.

Falls der Antragsteller die Schlussrechnung und die seine Angaben belegenden Nachweise nicht vollständig vorlegt, kann die Bewilligungsstelle die gesamte Überbrückungshilfe zurückfordern.

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