Ist eine Einreise für Geschäftsreisende und Selbstständige aus Drittstaaten möglich?

Die am 17. März 2020 zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahren durch das Coronavirus von Bundesminister Seehofer angeordneten weitreichenden Einreisebeschränkungen an den deutschen Schengen-Außengrenzen wurden seitdem sukzessive gelockert.

Am 30. Juni 2020 hatte der Rat der EU eine "Empfehlung des Rates zur vorübergehenden Beschränkung nicht unbedingt notwendiger Reisen in die EU und die mögliche Aufhebung dieser Beschränkung" angenommen ((EU) 2020/912). Danach wollen die Mitgliedstaaten koordiniert und schrittweise die vorübergehende Beschränkung nicht unbedingt notwendiger Reisen in die EU für Personen, die in bestimmten Drittstaaten ansässig sind (d.h. dort ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt haben), aufheben. Die Liste dieser Drittstaaten wird regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert.

Deutschland hat die Einreisebeschränkungen auf Grundlage dieser Empfehlung ab 2. Juli 2020 umgesetzt und anlassbezogen (Einstufung von Staaten als Risikogebiet) aktualisiert, letztmalig zum 19. Dezember 2020.

Ab dem 1. Januar 2021 sind unbeschränkte Einreisen nach Deutschland für die Gebietsansässigen folgender Staaten möglich:

  • Australien
  • Japan
  • Neuseeland
  • Singapur
  • Südkorea
  • Thailand

Darüber hinaus soll diese Liste um die Staaten

  • China
  • SVZ der VR China Hong Kong und Macau

erweitert werden, sobald die gegenseitige Einreisemöglichkeit festgestellt wird.

Für Personen, die in anderen Drittstaaten ansässig sind, gelten die bisherigen Einreisebeschränkungen fort, d.h. sie dürfen nur nach Deutschland einreisen, wenn sie eine wichtige Funktion ausüben oder ihre Reise zwingend notwendig ist.

Weitere Informationen dazu erhalten Sie beim BMI.

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