Ist die gemeinschaftliche Anfahrt zu Arbeitsorten außerhalb von Betrieben weiterhin möglich und was gilt für die Beschäftigung von mehreren Beschäftigten in einem Raum?

Für den Aufenthalt im öffentlichen Raum gibt es ebenfalls für das Handwerk relevante Regelungen durch die Bekämpfungsverordnung für Rheinland-Pfalz:

Dienstleister und Handwerker sind befugt, ihre Tätigkeit auszuüben, sofern die Einhaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen gewährleistet ist. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen ist einzuhalten, wenn die Art der Dienstleistung dies zulässt. Kann der Mindestabstand zwischen Personen im Einzelfall wegen der Art der Dienstleistung nicht eingehalten werden, insbesondere bei Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege oder bei der Anlieferung, Aushändigung oder Überbringung von Waren, gilt die Maskenpflicht entsprechend, wenn die Art der Dienstleistung dies zulässt.

Handwerkliche Leistungen dürfen auch angeboten werden, wenn der Mindestabstand zwischen Personen kurzfristig unterschritten wird (z.B. bei Anlieferung, Aushändigen oder Überbringung von Waren.

Ansammlungen aus geschäftlichen, beruflichen oder dienstlichen Anlässen, bei denen Personen unmittelbar zusammenarbeiten müssen, sind unter Beachtung der notwendigen hygienischen Anforderungen zulässig. Gleiches gilt für Ansammlungen, bei denen Personen bestimmungsgemäß zumindest kurzfristig zusammenkommen müssen (beispielsweise bei Fahrten im Gelegenheitsverkehr zwischen Wohn- und Arbeitsstätte oder in Fahrgemeinschaften).

Grundsätzlich sind alternative Möglichkeiten in Anspruch zu nehmen, soweit es diese gibt. Bei gemeinsamen Fahrten kommt hier beispielsweise die Anfahrt mit Privaten Pkw in Betracht.

Bei Unfällen ist dieser Weg von der Unfallversicherung über die BG mit abgedeckt.

Sollten mehrere Mitarbeiter dennoch gemeinsam in einem Pkw fahren, sollten zumindest die Beifahrer/Mitfahrer bei Unterschreiten des Abstandsgebots von 1,5 Metern eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Die aktuellen Regelungen finden Sie hier.