In welcher Form sind die Kontaktdaten zu erheben und aufzubewahren?

Die zur Datenerhebung Verpflichteten sollen i. d. R. eine digitale Erfassung der Daten anbieten. Digitale Lösungen wie luca könnten die Gesundheitsämter hierbei erheblich entlasten (Aussage Ministerpräsidentin Malu Dreyer)

Die Kontaktdaten müssen grundsätzlich in einer Form erhoben werden, durch die Dritte keine Möglichkeit haben, diese zur Kenntnis zu nehmen. Dies kann z.B. so erfolgen, dass jeder Kunde, Gast oder Besucher ein einzelnes Blatt vorgelegt bekommt, auf dem er seine Daten eintragen kann. Sollten die Daten in einer Liste erfasst werden, ist sicherzustellen, dass die bereits auf der Liste vorhandenen Daten nicht zur Kenntnis genommen werden können.

Bei einer elektronischen Erfassung bzw. Speicherung sollten mit Blick auf die vorgeschriebene Löschung (s.u.) tagesbezogene Dateien bzw. Einträge erstellt werden. Auch hier muss sichergestellt werden, dass die Daten nicht unbefugt zur Kenntnis genommen werden können bzw. Kunden keinen Einblick in die Daten anderer Kunden erhalten.

Die zur Datenerhebung Verpflichteten haben zu prüfen, ob die angegebenen Kontaktdaten vollständig sind und ob diese offenkundig falsche Angaben enthalten (Plausibilitätsprüfung).

Die Daten sind so aufzubewahren, dass unberechtigte Dritte keinen Zugang hierzu erhalten, z.B. in einem geschützten Bereich oder einem verschließbaren Schrank.