Erhalten Eltern / und oder der Arbeitgeber eine Entschädigung bei Schließung von Schulen oder Kindertagesstätten?

Neu ins Infektionsschutzgesetz aufgenommen wurde eine Entschädigungsregelung für Eltern, die wegen der notwendigen Kinderbetreuung während einer Pandemie Verdienstausfälle erleiden.

Voraussetzung für die Entschädigung ist, dass die Betreuung nur durch die Eltern möglich und der Verdienstausfall nicht vermeidbar ist - etwa durch den Abbau von Zeitguthaben. Auch Ansprüche auf Kurzarbeitergeld gehen dem Entschädigungsanspruch vor. Die Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des Nettoeinkommens wird bis zu zehn Wochen gewährt, bei Alleinerziehenden bis zu 20 Wochen, und ist auf einen monatlichen Höchstbetrag von 2.016 Euro begrenzt.

Rückwirkend zum 30. März 2020 kann der Arbeitgeber für die Abwesenheit von Arbeitnehmern aufgrund der Betreuung von Kindern bis 12 Jahren über das Infektionsschutzgesetz (IfSG) entschädigt werden.

Entschädigungen nach dem IfSG sind ausdrücklich als steuerfreie Einnahmen im Sinne des § 3 Nr. 25 EStG benannt und somit nicht SOKA-DACH-beitragspflichtig.

Beim zeitlichen Zusammentreffen einer Quarantäne-Maßnahmen bei einem Arbeitnehmer mit Kurzarbeit im Betrieb geht der Erstattungsanspruch des Arbeitgebers auf Entschädigung des Arbeitnehmers in Höhe von Kug auf die Agentur für Arbeit über.

Den Online Antrag bei Schul- oder Kita-Schließung finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen finden Sie auf der Seite des Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
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