Was gilt hinsichtlich der Rentenversicherungsbeiträge?

Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können auf Antrag ihre Beitragszahlung bis 31. Oktober 2020 aussetzen. Dies gilt auch für Beiträge, die aufgrund einer Stundungsvereinbarung in Raten gezahlt werden. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin.

Betroffene können sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos an ihren Rentenversicherungsträger wenden und eine Aussetzung der laufenden Beitragszahlung beantragen. Die Rentenversicherung wird zu einem späteren Zeitpunkt eine rückwirkende Überprüfung des Versicherungsverhältnisses vornehmen und die Höhe der Beiträge den tatsächlichen Verhältnissen anpassen. Der Zeitpunkt der Überprüfung wird den Betroffenen vorab mitgeteilt.

Selbständige, die von der Möglichkeit die Beitragszahlung auszusetzen Gebrauch machen möchten, erreichen die Deutsche Rentenversicherung derzeit schriftlich, telefonisch oder auf elektronischem Weg.

Hinweis: Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sollten jedoch nicht immer komplett eingestellt werden! Hierdurch könnten unter Umständen dauerhaft Rentenansprüche beeinträchtigt werden. Für zulassungspflichtige Handwerke gilt die sog. Handwerkerpflichtversicherung, d. h. es müssen 18 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt werden. Setzen Sie die Beitragszahlungen aus, verlängert sich entsprechend der Zeitraum, in welchem Sie pflichtversichert sind.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise sollten Sie eventuell auch prüfen lassen, ob eine Herabsetzung der Beitragszahlung auf den monatlichen „Mindestpflichtbeitrag“ (aktuell 83,70 €) möglich ist. Dies natürlich nur, wenn es ihre finanzielle Situation erlaubt.

Setzen Sie sich dazu bestmöglich direkt mit der Deutschen Rentenversicherung in Verbindung. Telefon 0800 1000 4800, www.deutsche-rentenversicherung.de




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